Kindergarten

Überblick

Im Kanton Aargau besuchen alle Kinder den Kindergarten. Er ist Teil der Volksschule und richtet sich nach den gleichen Bildungszielen wie die Primarschule und die Oberstufe, dies mit einer eigenständigen, entwicklungsgemässen Pädagogik. Der Kindergarten ist Lebens-, Lern-, Entdeckungs- und Erfahrungsraum, in demSpielen und Verweilen eine grosse Bedeutung haben. Ältere und jüngere Kinder sind zusammen in der gleichen Kindergartenabteilung. So können die Grossen Verantwortung für ihre jüngeren Gschpänli übernehmen und damit wichtige Erfahrungen sammeln, die ihr Selbstvertrauen und ihre Gemeinschaftsfähigkeit stärken.

Im Mai findet jedes Jahr eine Information zum Kindergarteneintritt statt. Bei Fragen zum Kindergartenbetrieb können Sie sich gerne an die Kindergartenlehrpersonen wenden. Schulleitung und Schulverwaltung geben gerne Auskunft über organisatorische oder administrative Fragen.

Im Schuljahr 2016/17 besuchten 76 Kinder (38 männlich/38 weiblich) in vier Abteilungen den Kindergarten. Die Kindergärten befinden sich im Schulhhaus Grendel und im 64-er Schulhaus. Die Kindergärten verfügen über eigene Aussenspielplätze.

In den Kindergarten werden Kinder aufgenommen, die bis zum 31. Juli des kommenden Jahres das vierte Lebensjahr vollendet haben. Die Eltern können ihr Kind später in den Kindergarten eintreten lassen. Dies ist vor allem für Kinder gedacht, die zwischen dem 30. April und 31. Juli geboren sind. Die Länge der Schulzeit bleibt gleich.

Im Kindergarten wird der Entwicklungsstand der Kinder jährlich mit Hilfe eines Einschätzungsbogens festgehalten. Die Lehrperson dokumentiert darin, welche Selbst-, Sozial- und Sachkompetenzen das Kind bereits erworben hat. Sie kann daraus geeignete Ziele ableiten, die das Kind in seiner Entwicklung unterstützen. Der Einschätzungsbogen richtet sich nach den Zielen des Lehrplans Kindergarten im Kanton Aargau.

Der Einschätzungsbogen wird im ersten und zweiten Kindergartenjahr von der verantwortlichen Lehrperson ausgefüllt und den Eltern abgegeben. Er ist ein förderorientiertes Instrument und wird im Sinne einer Standortbestimmung eingesetzt. Der Einschätzungsbogen dient als Grundlage für Elterngespräche. Weiter kann er für Besprechungen mit Fachpersonen und für das Gespräch mit der zukünftigen Lehrperson der 1. Klasse der Primarschule dienen.

Die Kindergartenlehrperson kann im ersten Kindergartenjahr mit den Eltern ein Standortgespräch über den Entwicklungsstand des Kindes führen. Im zweiten Kindergartenjahr ist ein Gespräch verbindlich. Es bereitet den Übertritt in die Primarschule vor und findet in der Regel im Zeitraum Februar bis April statt.